Pragmatische Prinzipien der Wortstellung im deutsch–ungarischen Kontrast, aus linguistischen und sprachdidaktischen Perspektiven
DOI:
https://doi.org/10.15170/HE.2022-23.23-24.1-2.10Kulcsszavak:
Pragmatik der Wortstellung, Informationsstruktur, Thema–Rhema und Fokus–Hintergrund, kontrastive Linguistik (Deutsch–Ungarisch), Ungarisch als Fremdsprache (Sprachdidaktik)Absztrakt
Die Studie untersucht die pragmatischen Aspekte der Wortstellung im Ungarischen im Vergleich zur deutschen Sprache. Dabei wird die im Titel angegebene Thematik sowohl aus linguistischer Perspektive als auch aus dem Blickwinkel von Lernenden des Ungarischen als Fremdsprache analysiert. Die Arbeit argumentiert, dass die pragmatischen Dimensionen der Informationsstruktur in beiden Sprachen hierarchischen Ordnungsprinzipien unterliegen. Im direkten Vergleich zeigen diese Hierarchien jedoch ein inverses Muster. Im Ungarischen stellt die Fokus–Hintergrund-Struktur das dominante Prinzip dar, mit einer eingebetteten Thema–Rhema-Progression. Im Deutschen hingegen bildet die Thema–Rhema-Abfolge das primäre pragmatische Prinzip, während die Fokus–Hintergrund-Progression als sekundäres, eingebettetes Prinzip fungiert. Neben der linguistischen Analyse verfolgt die Studie das Ziel, sowohl Lehrenden als auch Lernenden ein hilfreiches Werkzeug zum Verständnis und Erwerb der ungarischen Wortstellung bereitzustellen. Die theoretischen Aspekte werden durch Unterrichtsmaterialien aus dem Ungarischunterricht veranschaulicht.


